Monday, July 23, 2007

Die Wahrheit

Während Minima Moralia. Reflexionen aus dem beschädigten Leben mich zunächst amüsierte fing es letztlich doch an mich nachdenklich bis hin zu depressiv zu stimmen.
Als ich das Buch zuschlagen wollte entdeckte ich ganz vorne auf der ersten Seite eine Zueignung, an meine Mutter:
[....] Bitte versuche mithilfe dieses Buches Grenzen zu erkennen [....]
Darüber war Kindergekritzel, die ganze Seite war bekritzelt, fast mit Sicherheit mein Werk. Vage erinnere ich mich, dass ich, bevor ich lesen konnte, Widmungen in Büchern als Erlaubnis ansah diese Seite als Zeichenpapier zu verwenden.
Die Kombination des Buches selbst, der Widmung und meiner Verzierung sagen unglaublich viel aus. Ich glaube irgendwie Adorno hätte es gefallen.

Ich erkenne ausserdem, dass sich mein Zeichenstil und meine Buchvorlieben seit ich zwei Jahre alt war nur geringfügig geändert haben.
Der Mensch bleibt doch wie er im Kern ist und sei das Leben auch beschädigt.

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1 Comments:

Claudia said...

Mein Chef wohnte in Frankfurt in einem Haus, in dem früher Adorno gewohnt hat.
Wir statteten ihm dort einmal einen Krankenbesuch ab - meinem Chef, nicht Adorno - ich war die ganze Zeit davon beeindruckt, dass in diesem Haus jemand einfach so leben kann.
Danach meine ich - nach Adorno.

Für meinen Chef war es so etwas wie ein Statussymbol.

Irgendwie erinnert mich das an die Widmungen, aber ich kann heute abend nicht mehr erklären, wo der Zusammenhang liegt.

8:20 PM  

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