Klopapier
Um mal wieder ins hier und jetzt zurückzukommen (also mein hier und jetzt), ich wollte mal das interessante Thema "Toilettenpapier und seine Verwendung im koreanischen Alltag" ansprechen.
Klopapierrollen findet man hier fast überall, sie ersetzen Taschentücher, Servietten, Kleenex und wahrscheinlich auch das aufgrund übertriebener Digitalisierung fast ausgerottete Schreibpapier. Es ist durchaus normal, dass im Restaurant an der Wand neben dem Tisch eine Rolle Kloparier in einer entsprechenden Klopapierhalterung angebracht ist. Wenn man sich den Mund wischen will reisst man sich da was ab.
Interessanterweise ist die öffentliche Toilette einer der wenigen Orte in Korea, die Klopapierfrei gehalten werden. Nur in sehr feinen und teuren Kaufhäusern kann man Toilettenpapier erwarten, in weniger feinen findet man wenn man Glück hat eine allgemein Rolle vor der Toilette, die aber meistens leer ist. Man fragt sich schon, ob es in Korea häufig zu Toilettenpapier Diebstahl kommt und die Menschen nicht in Versuchung geführt werden sollen, indem sie mit der Privatrolle in einer Kabine allein konfrontiert sind. Auch die Seifenstücke sind an einem metallarm festgeschraubt, was das Händewaschen zur obszönen Angelegenheit macht....Allerdings denkt ein Koreaner an sowas sicher nicht. Ich würde gern ein Photo machen, aber an meiner Uni gibt es überhaupt keine (!!!) Seife. Das löst das Diebstahl Problem natürlich auch. Dieserart sind die Rätsel des koreanischen Alltags.

5 Comments:
Ist vielleicht diese Seifenhalterung gemeint?
Seife bei Manufaktum:
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Danke, genau so! Nur mit etwas laengerem Arm!
Gibt es eigentlich Studien zu den unterschiedlichen Toilettenkulturen der Welt? Wäre überfällig, wenn nicht. Meine interessantesten Beobachtungen konnte ich bisher in Weißrussland tätigen. Korea klingt aber auch vielversprechend. Wie sind denn so die hygienischen Verhältnisse auf den Klos? In Weißrussland konnte man ja den Eindruck erhalten, es sei egal, ob da nun ein Porzellanbecken in der Kabine steht oder nicht... *börks*.
Es gibt in Korea solche und solche.... Problematisch sind die öffentlichen Hockklos, häufig Unisex und irgendwie scheint das nach dem 5ten Soju mit dem zielen nicht mehr ganz hinzuhauen. Es empfehlen sich Gummistiefel in solchem Fall. Allerdings sind koreanische Toiletten auf Überschwemmung ausgerichtet und man hat im Boden immer Abflüsse und an der Wand einen Schlauch und einmal am Tag oder so wird das ganze Zimmer mal unter Wasser gesetzt. Das war jetzt mein Beitrag zur Erforschung der internationalen Toilettenkultur.
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