Praelokomotiv Depression
Seit einigen Tagen merke ich es schon, ganz stark seit gestern. Eine Wehmut ist über mich gekommen, die sich in asozialem Verhalten und allgemeinem Gefühl der Unzulänglichkeit niederschlägt. Ich nenne es mal praelokomotive Depression (weil es so schön klinisch klingt), sie überfällt mich eigentlich immer kurz bevor ich eine große Reise unternehme....nein, halt, ich verbessere mich:
Wenn ich nach Kassel oder Busan muss. Am Mittwoch soll ich nach Busan. Ich will nicht. Nennen wir es Präkoreanisches Syndrom. Aus Erfahrung weiss ich, daß die Depression gleich kurz nach der Ankunft von sich exponential steigernden Wutanfällen abgelöst wird, aber das mach es auch nicht viel besser. Der einzige Lichtblick ist, dass ich schon im Oktober wieder weg darf.
Ich verkrieche mich jetzt hinter dem Vorhang und stelle mich tot.

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