Die Thompson Tradition
Mehrere Leute haben mir inzwischen über den Hunter S. Thompson Abgang berichtet. Schon klar, er und ich haben was gemeinsam. Aber wenn ich so drüber nachdenke, könnte er wirklich ein Verwandter von mir sein. Nicht nur, daß er tatsächlich aussieht wie einer meiner Onkels, so eine Aktion wie Frau anrufen und sich dabei erschiessen und dann andere Leute dazu zu bringen schrecklich viel Geld für eine spektakuläre Bestattung auszugeben wäre meinen Verwandten auch zuzutrauen. Mit dem Unterschied, daß sie den Tod nur vortäuschen, das ganze mit Genugtuung beobachten würden und dann in einem anderen Bundesstaat mehr Schaden anrichten würden. (Und wie schön, daß meine Verwandten kein Deutsch lesen können :-))
Andererseits könnte man sagen wer da mitspielt ist selbst schuld und ich verkneife mir ein "Nomen est Omen", denn ich mag ja Johnny Depp ganz gern. Vielleicht hat er ja recht. Hunter S. hat es geschafft mit dieser Aktion gleichzeitig öffentliches Ärgernis zu erregen und einem Teil der Menschheit großes Vergnügen zu bereiten. Das ist gar nicht so leicht. Vielleicht sollte diese Art der Bestattung bei Thompsons eine Art Tradition werden. Vielleicht sogar ungeschriebenes Gesetz. Dann würde es insbesondere in Ländern wie Schotland gleich viel lustiger zugehen. Ich sollte das mal irgendwie anregen.

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